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• Weshalb sprechen wir schon bei Teppichbodeneinkauf von Werterhalt?
Der Teppichboden wertet jeden Raum durch Behaglichkeit und fast unbegrenzter Gestaltungsmöglichkeiten stark auf. Um vom ersten Nutzungstag an den Wert möglichst lange zu halten, ist eine fachgerechte Pflege und Reinigung unvermeidbar.
Entsprechende Information über Pflege und Reinigung müssen daher ein fester Bestandteil des Verkaufsgespräches sein. Die Praxis belegt: werden diese Informationen unterlassen, ist die nächste Beanstandung vorprogrammiert.
• Wer soll bei der Teppichbodenauswahl "mit am Tisch sitzen"?
Bei der Teppichbodenauswahl sollte, neben dem Endverbraucher und dem Objektberater, der Architekt mit der Bauabteilung und ein auf Teppichbodenpflege spezialisiertes Unternehmen eingebunden werden. Nur dieser Personenkreis ist in der Lage, den geeigneten Teppichboden hinsichtlich Strapazierfähigkeit, Komfort und Gestaltung auszuwählen. Die fachlichen Ansätze aus dem Segment der Pflege und Reinigung sollten bei der Entscheidung die gleiche Gewichtung erfahren, wie alle weiteren Kriterien.
• Welche Vorteile bieten Teppichböden?
Teppichböden sind bei fachgerechter Pflege und Reinigung von Anfang an die hygienischsten Bodenbeläge überhaupt. Sie sind in der Lage, Hausstaub bis zur nächsten Reinigung zu binden. Bei anderen Bodenbelägen wird Hausstaub bei jeder Begehung und jedem Luftzug wieder aufgewirbelt.
Die Schadstoffbelastung liegt niedriger als bei den meisten Bodenbelägen.
Siehe auch die Antwort auf die Frage: Ist ein Teppichboden für Allergiker geeignet?

Teppichböden vermitteln Behaglichkeit. Durch die akustischen Vorteile sowohl im genutzten Raum als auch in den darunterliegenden Räumen wird ein Wohlfühlgefühl erzeugt. Studien haben nachgewiesen, dass die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern beim Einsatz von Teppichböden erhöht wird.
Mit Teppichböden sind die Gestaltungsmöglichkeiten fast uneingeschränkt. Man kann zwischen den einzelnen Konstruktionen und der individuellen Gestaltung frei wählen.
• Worauf ist, in Bezug auf die jeweilige Objekteignung, bei Teppichbodenauswahl zu achten?
Es ist darauf zu achten, dass die zum Einsatz bringende Konstruktion der Anforderung in Bezugnahme der Strapazierfähigkeit entspricht. Darüber hinaus empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die auszuwählenden Farbstellungen gedeckt gewählt werden. In jedem Gebäude befinden sich Bereiche, die in besonderem Maße Schmutz und Flecken ausgesetzt sind wie z.B. Eingangs und Empfangsbereiche.

Weiterhin sollte geprüft werden, ob das Reinigungsverfahren – welches die jeweils favorisierte Teppichbodenqualität fordert – mit den späteren Eckdaten im Objekt harmonieren: z. B. Unterboden, Trockenzeit, Geräuschbelastung.
• Was bedeutet Poleinsatzgewicht? Ist das höchste, zugleich das Beste?
Unter Poleinsatzgewicht versteht man das Garngewicht (g/cm²), welches bei der Herstellung (z.B. Weben oder Tuften) eingesetzt wird. Es hat lediglich für die Produktion und die Preiskalkulation Bedeutung. Häufig wird das Poleinsatzgewicht mit der Polschichtdickte (Teppichdickte nach dem Abscheren des Pols oberhalb der Grundschicht) verwechselt.

Dabei ist das höchste nicht gleichzeitig auch das Beste. Es kommt hier insbesondere auf die Nutzungsart an. Neben dem Poleinsatzgewicht, der Polschichtdickte sind auch das Gesamtgewicht, die Noppenzahl und das Polmaterial an sich (z.B. PA oder Wolle) wichtige Faktoren.
• Welche Teppichfasern gibt es?
Bei Teppichböden werden vorrangig drei Fasertypen eingesetzt.

Polyamid
Es wird zwischen Polyamid 6 und Polyamid 6.6 unterschieden. Wobei die 6.6 Variante besonders bei den Farbechtheiten Vorteile hat. Polyamid kann sowohl garngefärbt, stückgefärbt und bedruckt eingesetzt werden.

Wolle
Bei Teppichböden wird Wolle vorrangig mit Polyamid versponnen. In der Regel 80% Wolle zu 20% Polyamid. Wolle ist in der Lage, relativ viel Wasser aufzunehmen. Deswegen wirkt Teppichboden mit Wolle wie eine Klimaanlage. Je nach Bedarf gibt der Teppichboden Feuchtigkeit ab oder nimmt Feuchtigkeit auf.

Polypropylen
Wird als garngefärbte Faser verwendet. Die Elastizität der Faser ist etwas geringer als bei anderen Fasern, daher werden relativ schnell Laufstraßen sichtbar.
• Weshalb empfiehlt das Merkblatt werterhalt.org keine Nachimprägnierung?
Eine bedeutende Rolle bei der Reduzierung des Anschmutzverhaltens von Teppichböden spielen Schmutzschutz-Ausrüstungen. Die Wirkung von Schmutzschutz-Ausrüstungen beruht auf der Herabsetzung der Oberflächenspannung der damit ausgerüsteten Fasern. Schmutzschutz-Ausrüstungen bauen einen hauchdünnen, unsichtbaren Schutzschild um jede einzelne Faser auf, wodurch die Anhaftung von Schmutzpartikeln reduziert und das Eindringen von wasser- oder ölbasierenden Flüssigkeiten erschwert wird. Die herabgesetzte Oberflächenspannung ermöglicht ein leichteres Entfernen des Schmutzes beim Staubsaugen. Der Abperleffekt verhilft zu einer gewissen Extrazeit, in der eine verschüttete Flüssigkeit noch aufgewischt werden kann, bevor ein Fleck entsteht und wird daher auch als „passiver Fleckschutz“ bezeichnet.

Schmutzschutz-Ausrüstungen werden gewöhnlich als letzter Schritt bei der Teppichherstellung entweder vor dem Trockner einer Kontinuefärbeanlage oder vor dem Ofen der Beschichtungsanlage direkt vom Teppichhersteller auf den Teppich aufgebracht. Nur wenn dabei Trocknungstemperaturen von mindestens 120-130°C verwendet werden, ist eine vollständige Vernetzung/Fixierung der Imprägnierung gewährleistet und die Ausrüstung kann den starken mechanischen Belastungen, denen ein Teppich ausgesetzt ist, dauerhaft widerstehen. Nachträgliche Imprägnierungen, welche üblicherweise bei Raumtemperatur durchgeführt werden, sind nur unzulänglich mit der Faser verbunden und verleihen somit dem Teppichboden keinen dauerhaften Schutz vor Anschmutzung.
Neben den klassischen Schmutzschutz-Ausrüstungen mit sogenannten C6- oder C4-Fluorcarbonen werden seit geraumer Zeit auch neuartige fluorfreie Produkte eingesetzt, welche eine nachhaltige Alternative zu den bisher auf dem Markt angebotenen fluorhaltigen Schmutzschutz-Ausrüstungen darstellen.
• Welche Normen gibt es zu Teppichboden?
DIN EN 1307 Textile Bodenbeläge - Einstufung; Deutsche Fassung EN 1307:2014
Diese Norm legt die Anforderungen an die Einstufung aller textilen Bodenbeläge und Teppichfliesen, ausgenommen abgepasste Teppiche und Läufer, (siehe ISO 2424) in Gebrauchsklassen bezüglich mindestens einer der folgenden Eigenschaften fest: Verschleiß, Aussehenserhalt, zusätzliche Gebrauchseigenschaften und Komfort-Klassen.
• Ist ein Teppichboden für Allergiker geeignet?
Es gilt heute unter Fachleuten als unstrittig, dass erhöhte Feinstaubbelastungen in der Atemluft ein wesentlicher Auslöser für allergische Reaktionen sind.
Eine vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) in Auftrag gegebene Studie belegt, dass bei Verwendung eines glatten Bodenbelags das Risiko deutlich ansteigt eine erhöhte Feinstaubkonzentration im Innenraum vorzufinden. Die Verwendung eines Teppichbodens dagegen minimiert dieses Risiko.
Des Weiteren wird in einem Artikel der Stiftung Warentest (Ausgabe 05/2005), in dem Laminat und Parkett mit Teppichboden verglichen wurde, darauf hingewiesen, dass es keine Verbindung zwischen Teppichboden und Allergie gibt. Im Gegenteil: Dank ihres Festhaltevermögens haben Teppichböden die Eigenschaft, Feinstaub bzw. Allergene aus der Atemluft fernzuhalten.

Allergien haben also nichts mit Teppichboden zu tun!

Ein anschauliches Beispiel liefert eine Untersuchung des Schwedischen Instituts für Faser- und Polymerforschung: Demnach wurden in Schweden zwischen 1975 und 1995 in mehr als 70% der Wohnungen Teppichböden durch glatte Beläge ersetzt; das Auftreten von Allergien hat sich im gleichen Zeitraum verdreifacht!
• Gibt es Werte, die die Energieeinsparung durch den Einbau von Teppichboden bestätigen?
Teppichböden vermitteln im Allgemeinen ein wärmeres Temperaturempfinden. Im Zuge unterschiedlicher Versuche hat sich herauskristallisiert, dass die gefühlte Temperatur in Räumen, welche mit Teppichboden ausgelegt sind, bis zu 2 °C höher empfunden werden, als in Räumen mit harten Böden. Die Zwischenräume der Fasern gelten als Wärmepolster und verhindern einen Wärmeentzug über de Füße. Beträgt der Wärmeunterschied zwischen Kopf und Füßen weniger als 2,5 °C entsteht beim Nutzer ein optimales Wohlbefinden.
• Was ist Shading?
Velours-Teppichböden weisen eine weiche Oberfläche auf. Die Fasern weisen produktionsbedingt eine leichte seitliche Neigung auf. Bei Shading verlagert sich die seitliche Neigung, welche herstellungsbedingt gleichmäßig in eine Richtung weist, in die entgegengesetzte Richtung. Hierbei entstehen flächig begrenzte Stellen. Diese Stellen sehen optisch aus, als hätte man Wasser verschüttet. Es handelt sich jedoch nur um einen Schattierungseffekt.
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